Jernbaneulykke.

Sønderborg den 25. Januar.

Da det sidste Tog, der kommer her til Byen lidt over Kl. 11 om Aftenen, iaftes løb ind paa Statsbanegaarden, vilde Bremsen ikke funktionere, og som Følge heraf løb Toget videre ud over Barrieren for Enden af Banen. Lokomotivet styrtede ned ad Skrænten og borede sig ind i Grunden, Tenderen væltede ovenpaa med Bunden i Veiret, og atter ovenpaa Tenderen løb Postvognen, hvori der ogsaa er tvende Kupeer for Reisende, hvorimod de øvrige Vogne bleve staaende.

Lokomotivføreren og Fyrbøderen ere komne slemt til Skade, især ved at blive skoldet af den udstrømmende Damp. Posfunktionæren skal være kommen nogenlunde godt fra det, og ligeledes skulle passagererne, hvoraf en her fra Byen, Slagter B. Dethleffen, ingen videre Men have lidt.

Et voldsomt Brag hørtes, og Folk strømmede til. Det frivillige Brandværn blev blæst ud for at bringe den første Hjælp.

Idag ere mange Banearbeidere i Arbeide med Oprydning. Det værste vil blive at faa Lokomotivet bragt op igjen.

Lokomotivføreren skal især være lidende og ligger her paa Sygehuset, Fyrbøderen, iøvrigt et ungt menneske her fra Byen, afdøde Gjæstiver Schultz's Søn i Søndergaden, slap heldigere ved i yderste Øieblik at springe af Maskinen; Han blev bragt hjem i Løbet af Natten. Dr. Reuter her fra Byen, som var med i det forulykkede Tog, kunde strax yde de Tilskadekomne den første Lægehjælp.

Godt var det, at det ikke endnu blev værre, en langt større Ulykke kunde være sket.

Mittwoch, den 25. Januar 1905

Ein Grösserer Eisenbahnunfall ereignete sich gestern Abend kurz nach 11 Uhr auf dem hiesigen Staatsbahnhofe, als der letzte Zug von Flensburg einlief. Die Kgl. Eisenbahn-Betriebs-Inspektion 2 zu Flensburg teilt uns darüber folgendes mit: "Gestern Nacht überfuhr der gemischte Zug 909 bei der Einfahrt in den Bahnhof Sonderburg, anscheinend infolge Versagens der Bremse, den Prellbock. Maschine und Tender stürzten die Böschung hinab und der Postwagen fuhr auf dieselben hinauf. Der Lokomotivführer wurde schwer, der Heizer leichter verletzt. Reisende wurden nich beschädigt. Der Betrieb wurde nicht unterbrochen."

Wie hierin gesagt, ist also der Zug nich zum Halten gekommen, sondern durchgefahren und hat den am Ende des Bahndamms an der Düppestrasse stehende Prellboch umgestürzt, die Maschine und der Tender sind alsdann die hohe Böschung hinuntergestürzt. Hierbei has sich der Tender, der auf der Maschine liegt, überschlagen, und der Postwagen, mit dem en Abteil 3. Klasse verbunden ist, ist auf den umgestürzt liegende Tender aufgefahren. Die auf der Maschine beschäftigten Beamten, der Lokomotivführer Leppien und der Hilfsheizer Schultz (beide in Sonderburg anfässig), erlitten leider schwere Brandwunden, doch vermochten sie beide unter dem Trümmerhaufen hervorzukriechen. Hr. Dr. Reuter, der sich im Zuge als Passagier befand, leistete den Verletzten, die, man nach der Jahnsenschen Wirtschaft schaffte, die erste Hilfe. Die Verletzten wurden nach dem Kreiskrankenhause geschafft. Leppien war fast auf dem ganzen Körper, namentlich am Kopf, mit Brandwunden bedeckt, auch hatte er innerliche Brandwunden erlitten; er ist im Laufe des Vormittags im Kreiskrankenhause verstorben. Das Befinden des Heizers Schultz, der an sämtlichen Sliessmassen und an der Brust zum Teil schwere Brandwunden erlitten had, ist besorgniserregend.

Die Insassen des ersten Wagens des Zuges (4 Personen) kamen glücklicherweise mit dem Schrechen davon; sie gelangten mit Hilfe von Leitern ins Freie.

Das grässliche Getöse, das mit dem Entweichen des Dampfes aus der schwer beschädigten Lokomotive verbunden war, rief die ganze Stadt aus dem ersten Schlafe: die auch alarmierte Feuerwehr bot sofort ihre Hilfe an, doch sah man davon ab, sie in Anspruch zu nehmen, da vor dem Eintreffen des von der Nordschleswigschen Weiche herbeigerufenen Hilfszuges doch nicht mit den Aufräumungsarbeiten begonnen werden konnte. Die Arbeiten wurden bereits während der Nacht aufgenommen.

Der Unfall führte auch eine etwa halbstündige Verspätung der Postausgabe herbei, da die Postsachen erst gegen 8 Uhr aus dem beschädigten Wagen geborgen werden konnten.

Wie uns ein Reisender mitteilt, ist der sehr schnell fahrende Zug schon bei der Station Rachebüll erst ca. 100 Meter hinter dem Stationsgebäude zum Halten gebracht worden.